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Donnerstag, 24. September 2009

24 h Berlin - Mammutprojekt von Volker Heise auf ARTE und ICH

WOW, popkulturjunkie hat das Mammut-Projekt 24h Berlin angeschaut und GEBLOGGT.
Ich habe es mir auch angeschaut, aber nicht gebloggt. Ich empfand das nicht erwähnenswert meine subjektive Sicht, der Öffentlichkeit kundtzutun. Aber ich darf den neugierigen Weißwürschten meinen Senf wohl nicht vorenthalten. Also:

An dem Tag starrte ich wirklich gefühlte 24 Stunden in die Röhre.

Als Langschläfer sass ich natürlich nicht vor 14 Uhr vor dem Flimmerkasten, aber ich ließ mich berieseln von dem ersehnten Leben in Berlin. Nicht nach dem Leben der anderen sehnte ich mich, sondern dem Leben in Berlin.
So ließ ich die Parallel-Zeit im Fernseher laufen, und ließ diesen auch beizeiten rein in meine Behausung, in der ich ein Leben zu führen versuchte, welches ich mit den vielen Leben stets verglich, die mir vorgeführt wurden.

Wie eigentümlich müssten sich die Berliner selbst fühlen, die sich ja in dieser Stadt befanden, und das wahre Jetzt-Leben führten. Vielleicht dachten sie daran, was sie vor einem Jahr am 05.09.2008 so trieben. Ich kann mich vage an aufgestellte Kameras erinnern, die am Hauptbahnhof die Passagiere und den Tumult filmten. Die Aufkleber an den Kameras und Wägen: "24h Berlin" erzeugten in mir den Gedanken: "Ist sowas wie ein internetportal, wo man, wie beim Wetter- oder Städtekanal, die Aussicht sich angucken kann, und was dort gerade abgeht." Kurz flackerte in mir der Wunsch, selbst in dieses Projekt einzusteigen auf, welches im Nu erstickt wurde, von der Realität.

Wie dem auch sei, ich wußte damals ja nicht, das dies am 5. September 2009 ab 6 Uhr morgens auf Sendung gehen würde, u.a. auf ARTE, was zusätzlich mit Public-Viewing-EVENTS in der Stadt Berlin, verbunden sein sollte. Was für ein kurioser Zustand dies während der Ausstrahlung doch sein mochte: Was für "eine erstaunliche Verbindung zwischen dem Leben vor dem Bildschirm und dem Leben darin." Die Realzeit des Mammut-Doku-Projekts "24hBerlin" von Volker Heise flimmerte von Leinwändern an öffentlichen Plätzen, in Cafes, Theatern oder sonst wo, der echten Realzeit der Lebenden in Berlin entgegen, die sich parallel der Handlung mit oder ohne Interaktion vollzog.

Und vom Alexanderlatz in 569.162 km Entfernung saß Emrullah im Kämmerlein und machte sich seine Gedanken, über die reale Welt, über die vielen Menschen hinter der Kamera und über die Unmenge von gedrehtem Material, über die Machart, über die Mammutaufgabe, das alles zu sichten und zu schnippeln. Beachtung.
Und die Kunstfertigkeit, die Reale Zeit mit der Filmischen Zeit überlappen zu lassen, ohne jegliche Verschiebung, oder Pseudo-Parallel-Zeit-Vorgaukelung. Und die Idee ging auf. Gekonnte Arbeit wurde einem da aufgesetzt. Und auch der Inhalt vernahm einen.

Und ich ärgerte mich, dass ich kein Frühaufsteher war, und ich "Berlin 24" nicht von Anbeginn an ab 6 Uhr gesehen hatte, aber ich wollte so lange bleiben wie es ging. Ich denke, ich schaffte es auch bis 24 Uhr. Vor dem Ausschalten, verneigte ich mich vor der Arbeit, und knipste den lebendigen Bildschirm ins Schwarze.
Als Liebhaber gutgemachter, non-mainstream Projekte, hatte ich dieser Arbeit Respekt gezollt und dokugesehen.

Dienstag, 22. September 2009

IRRTUM MIT FOLGEN - oder wie bestellt man einen Döner richtig



Fatale Folgen erwarten einen Deutschen, weil er seinen Döner nicht korrekt bestellt. Die Döner Mafia heftet sich an seine Fersen, weil sich drei Briallenten in seiner Bestellunge befinden. Wird unser Anti-Held sich aus der Situation herausmanövrieren oder verliert er seine Männlichkeit. Lest: IRRTUM MIT FOLGEN - oder wie bestellt man einen Döner richtig

ich brauche dich

Ich brauche dich.
Mein Rückgrad.
Ohne dich kann ich nicht zu meiner Meinung stehen.
Ich brauche dich.
Mein Herz.
Ohne dich kann ich keine Meinung bilden.

HOFFNUNG

Die Hoffnung starb an Lungenentzündung;
Ich konnte sie nicht in die Arme nehmen
in ihrer letzten Stunde.
Schon längst hatte ich sie aufgegeben
und das - konnte sie nicht ertragen.
______
Es heißt: "Zuletzt stirbt die Hoffnung."
aber niemand sagt, was danach stirbt.

Freitag, 18. September 2009

DU sein

Stark im Schmerz
DU.....sein

in dir horchen
..........so tiefer........bewegen
...............deine Kiefer
..........................zu Wörtern,

die dich sprechen.


28.06.2001

am Morgen

Habe Kaffee aufgesetzt!

Erwarte Dich
aus dem Schlaf

Gerissen
das heutige Kalenderblatt
voller Elan

beginnt der Tag
mit dem Kaffeeduft,

und in Erwartung an Dich
wann streckst du dein Bein aus dem Bett?

Ist es ein Warten oder doch Wartung?

Wenn wir zusammenziehen
muss ich dann nicht so lang warten
auf das gemeinsame Frühstück?

Alles gedeckt, der Kaffee ist schon bitter geworden
und letztendlich kannst Du doch nicht kommen.

Schlaf die Nacht bei mir.
dann kommen wir wenigstens am Morgen
bevor du schnell zur Arbeit musst
und es keine Zeit zum Frühstücken überbleibt

deswegen!


29. DEZ. 2007

mehr Worte

Bin alleine.
Sehne mich nach dir.
Du weißt was das bedeutet.
Für mehr Worte bedarf es nicht mehr.

07.02.08

Montag, 14. September 2009

Im Netz vernetzt

Die Vernetzung im Netz ist überaus praktisch, da die einstigen Fußnoten gleich zu nachlesbaren links werden, welche die Untermauerung und Weiterverästelung des Gedanken werden.

Als ich hier meinen ersten Text "Im Netz gefangen" auf exoriente polylux schrieb, wußte ich die Handhabung dieser Verlinkung nicht und schrieb öfters diese gleich rein. Die einst umständliche Auflistung, welche Seiten ich besuchen möchte und wo ich überall vertreten bin, übernimmt nun das visuell verkürte "social identities" link widget in der Seitenleiste, in der ich nun mich selbst im netz vernetze, sei es mit meiner eigenen sozialen idendität, welche wiederum vernetzt ist zu anderen sozialen identiäten, sprich freunden und bekannten (in facebook oder myspace) oder sei es Vernetzung zu meinen Interessen (delicious) oder Arbeiten (Foto, Film, Text). Es ist praktisch, sich selbst wiederzufinden, bzw. zusammenzuhalten, bei der ganzen Zerfaserung oder Spezialisierung der eigenen Interessen.

Es ist wunderlich, wie aus dieser virtuellen, immateriellen Arbeit, doch Berühmtheiten hervorgehen, wie VASTA, die den Sprung ins Fernsehehen zu VIVA schaffte, oder Sascha Lobo, der nun in Talk Shows eingeladen wird, um seine fachliche Meinung zu diversen Themen einzuholen.

Ich einst, bei Anbeginn des virtuellen Zeitalters, machte mir Gedanken über die Möglichkeiten und Chancen, die das Medium einem bot, wagte aber nicht die diffusen Gedanken in Stein zu meiseln. Denn das Dahingehauchte im Dunkel des Schädels, wird, kaum die Tastatur berührt und hinaus ins imaginäre Netz geschickt, ein unlöschbares Monolith, das in die Ewigkeit hinaussummt, solange dieses Medium besteht und bis es überholt wird.

Eine Chance für Macher und Produzenten, von Filmen, Büchern und Werbung, die nun nicht mehr auf kostenaufwendige Produktionen angewiesen sind, und mit einfachen Mitteln hier veröffentlichen können. Die Frage ist nur, wer stolpert über "meine" Seite? Wie schafft man Aufmerksamkeit? Wer interessiert sich für die selben Dinge?
Machen, Schreiben, Filmen, um der selbst Willen, weil es einen selber Spaß macht? L'art pour l'art?

Nun denn, genug des gedachten Gedanken. Rein ins virtuelle Getümmel, wo doch jeder für sich und allein ist. Im stillen Kämmerlein des Gehirns. Vernetzt zu anderen Gehrinen die gehört, gelesen und gesehen werden möchten.

Freitag, 11. September 2009